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Das Schuljahr ist schon wieder im vollen Gange und wir alle haben eine stressige Zeit hinter uns. Doch in dieser Zeit hatten manche auch etwas mehr Zeit, sich mit verschiedenen Romanen auseinanderzusetzen. An dieser Stelle wollen wir euch wieder regelmäßig Buchtipps vorstellen, damit ihr vll. die Ferien oder andere ruhige Stunden nutzt, um euch in ein gutes Buch zu vertiefen.

Heute stelle wir euch das Werk "Die schrecklichsten Mütter der Welt" vor - Konflikte in der Familie, wer kennt es nicht und in diesem Buch wird dies und noch vieles Andere thematisiert - viel Sapß beim Lesen :)!

“Die schrecklichsten Mütter der Welt”
 
Mütter können ganz schön nerven. Ob sie dich zu Hausaufgaben oder Musikunterricht zwingen, ständig unterwegs sind oder dich ununterbrochen überwachen, irgendwann gehen sie einem auf den Geist. Von den Schlimmsten handelt der Roman “Die schrecklichsten Mütter der Welt” von Sabine Ludwig. Und von ihren Kindern, die von ihren Müttern schon mehr als genervt sind – bis diese plötzlich verschwinden. Der Roman erschien  im Jahr 2005 im Cecilie Dressler Verlag. 

Emily lebt alleine mit ihrer Mutter, da ihr Vater sie verlassen hat. Vermutlich, weil Emilys Mutter Suse ihm zu anstrengend war, denn Suse ist unglaublich schusselig. Sie vergisst, ihr Auto zu tanken und bleibt mitten auf irgendwelchen Kreuzungen stehen. Sie verlegt Schlüssel und Portmonee und vermasselt ein Bewerbungsgespräch nach dem anderen. Außerdem kann sie weder kochen noch waschen und Emily muss sich neben der Schule auch noch darum kümmern, die Probleme ihrer Mutter zu lösen. 

Sofias Vater lebt auch nicht mehr bei ihrer Familie. Ihre Mutter hat einen neuen Freund und einen Sohn aus dieser Ehe. Sofias Halbbruder Niklas ist in den Augen der Mutter Ute-Marie ein wahres Engelchen. Sie erfüllt ihm jeden Wunsch, wärend sie an Sofia immer etwas auszusetzen hat. 

Die Mutter von Bruno dagegen meckert ihren Sohn nicht an. Sie sieht in ihm einen  großen Pianisten, obwohl Bruno es hasst, Klavier zu spielen. Sie lässt ihn jeden Tag üben, in der Hoffnung, Bruno würde eines Tages genauso gut sein wie der Pianist Klang-Klang, den sie verehrt. So sucht sie ihm ständig neue Klavierlehrer, findet aber keinen, der in Bruno genauso ein Naturtalent sieht wie sie. Boxen darf Bruno nicht, da dies zu gefährlich für seine Finger werden könnte, dabei würde er das viel lieber tun. 

Doch eines Tages finden die drei unabhängig voneinander eine Umfrage, die die schrecklichsten Mütter der Welt sucht. Sie füllen den Fragebogen aus und schicken ihn ab. Einige Zeit später kommen sie von der Schule und stellen fest, dass ihre Mütter verschwunden sind. Dafür kümmern sich jetzt blonde Frauen um die Kinder, die sich als “Tante Anna” vorstellen. Sofia, Bruno und Emily stört das nicht weiter, denn die Annas sind das genaue Gegenteil ihrer Mütter. Sie verbieten nichts, widersprechen nie und machen zum Mittagessen Pizza und Pommes. Doch es passieren ihnen auch einige Missgeschicke, die die Kinder schließlich misstraurisch machen. So finden sie heraus, dass die Tanten in Wirklichkeit gar nicht ihre Tanten sind, sondern Roboter und sie machen sich auf den Weg, um ihre Mütter zu suchen.  

Diese sind in der Zeit auf einer Insel in der Nordsee angekommen. Dort hat Walter Wohlfarth, der Sohn eines Munitionsfabrikanten nämlich die Umfrage losgeschickt, um erste Schülerinnen für seine Mütterverbesserungsanstalt zu gewinnen. Trotz anfänglichem Mangel an Begeisterung bei den 17 Müttern machen sie sich mit einigem Ergeiz an die Arbeit, bessere Mütter zu werden. In verschiedenen Fächern, wie Näh-, Koch-, Videospiel-, und Sandburgenbauunterricht versuchen sie, gute Noten zu erreichen. Natürlich sind die Mütter nicht überall direkt erfolgreich, einige haben Probleme mit dem Unterrichtsstoff oder bekommen aufgrund einiger kleiner Eigenheiten Spitznamen von den anderen verpasst. Auch Streit und Zickereien ums Essen oder die Gemeinschaftsduschen gehören dazu. Trotzdem sind alle immer bemüht, die Frauen zu guten Müttern zu machen. Doch ein Inselbewohner hat andere Pläne mit den Müttern, und die Geschichte nimmt eine Wendung...
 
Der Roman ist witzig und humorvoll, an einigen Stellen aber auch spannend geschrieben. Und auch die Frage, ob die Mütterverbesserungsschule aus den schrecklichen Müttern gute Mütter gemacht hat, beantwortet sich am Ende des Romans. Dort erfährt man in einem Chat, in dem auch andere Kinder, die eine Tante Anna bei sich hatten, was ihnen geworden ist. Alles in Allem ist die Geschichte von Bruno, Sofia und Emily lustig und absolut lesenswert.