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Viele Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer am SGE sind große Fans von den verschiedensten Büchern, Filmen, Serien, Videospielen oder anderen Dingen, mit denen sie ihre Freizeit gerne verbringen. Hier im Bloghaus wollen wir in regelmäßigen Abständen Rezensionen über die verschiedensten Dinge, die den Alltag versüßen, veröffentlichen. Vielleicht finden sich so auch neue Liebhaber für das ein oder andere Buch, Videospiel oder Filme. Habt ihr irgendwas, was ihr anderen gerne ans Herz legen wollt? Dann lasst es uns wissen und wir veröffentlichen eure Rezension im Bloghaus!

Der Roman „Tintenherz“, der von Cornelia Funke geschrieben wurde, erschien in Deutschland zum ersten Mal im Jahr 2003. Er ist Teil einer Trilogie und wird mit den Büchern „Tintenblut“ und „Tintentod“ weitergeführt.

Grob geht es in der Geschichte um Meggie, ein 12 jähriges Mädchen und ihren Vater Mo. Die beiden haben ein traumhaftes Verhältnis zueinander und das, obwohl Meggies Mutter schon lang nicht mehr bei ihnen lebt. Die Gründe dafür sind eines der grandios verstrickten Geheimnisse, die im Laufe des Buches aufgeklärt werden.
Eines Nachts steht nämlich ein seltsam aussehender Fremder vor Meggies Fenster, und auf einmal benimmt sich Mo anders, und sie müssen verreisen. Mit ihnen reist der Fremde mit seinem undeutbaren Lächeln, seinem gehörnten Marder und einem Buch, das der mysteriöse Fremde genauso liebt, wie Mo es zu hassen scheint.
Es ist meiner Meinung nach ein wundervolles Buch, das die Liebe zu Büchern selbst weckt. Es wird beschrieben, dass Bücher Erinnerungen festhalten, während man sie liest und dass sie schwer sein müssen, weil sich eine ganze Welt in ihnen verbirgt.
Es ist ein Buch, das den perfekten Zusammenhang zwischen Phantasiewelt und dem realen Leben zeigt und es dennoch nicht unwirklich wirken lässt. Es geht um Liebe, Verbundenheit zu Menschen als auch zu Büchern, um Angst und das Gefühl, allein zu sein. Aber auch um die Stimme von Mo, die anscheinend etwas Zauberhaftes an sich hat…
Es gibt einen ganz neuen Ausblick auf die Grenzen unserer Welt und ihre Bedeutung. Daher ist es gut geeignet für Träumer und jeden, der sich gern von einer Geschichte fesseln und in eine andere entführen lässt. Es ist humorvoll, gefühlvoll und detailliert geschrieben. Man kann sich gut in die Figuren hineinversetzen und hat schnell das Gefühl, sie gut zu kennen und sie ins Herz geschlossen zu haben. Die perfekte Abendlektüre für Träume voller Feen, Feuer und im Wind wehender bedruckter Seiten, also meiner Meinung nach etwas für jeden, der die Liebe zu Büchern nachvollziehen kann und gern sein Herz an eine Geschichte hängt.
Für alle die jetzt gerne wüssten, wer Staubfinger und Zauberzunge sind, was Bücher anrichten können und ob Meggie nach der Lüftung dieser Geheimnisse je wieder ein Buch in die Hand nehmen wird, der sollte seine Buchsammlung um dieses Buch erweitern und die Figuren lebendig werden lassen!

Und noch eine Anmerkung für alle die, die den gleichnamigen Film gesehen haben: Er ist (wie leider so oft) nichts im Vergleich zum Buch, welches viel tiefsinniger und gefühlvoller ist und die Handlung und Gedanken der Figuren besser wiedergibt.
Also : Buch kaufen, Kerzen an, Tee kochen und sich von der Geschichte verschlingen lassen. Viel Spaß! :)