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4        Schulentwicklung

Seit 2010 unterstützt die Schulentwicklungsgruppe (SEG) die Schulleitung im Auftrag des Kollegiums bei der schulischen Qualitätsentwicklung. Sie hat eine vordenkende und organisierende/strukturierende Funktion. Im Hinblick auf Innovationsprozesse nimmt die Schulentwicklungsgruppe folgende Aufgaben wahr: Sie nimmt Entwicklungsbedürfnisse wahr und konkretisiert Entwicklungsziele. Dabei arbeitet sie mit allen in der Schule präsenten Gruppen zusammen (Kollegium, weiteren pädagogischen sowie nichtpädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Schülerschaft, Eltern). Zudem können Anregungen von außen (z.B. durch die QA) aufgenommen werden (Initiation). Sie bringt neue Schulentwicklungsprojekte gemäß Vereinbarungen mit dem Kollegium und der Schulleitung auf den Weg und schafft Möglichkeiten der Beteiligung. Sie begleitet die Erprobung und Weiterentwicklung der Projekte (Implementation). Sie berücksichtigt bei der Schulentwicklung auch die nachhaltige Betreuung der Projekte mit dem Ziel der schulweiten Umsetzung. Hierbei arbeitet sie mit allen beteiligten Gruppen, insbesondere der Schulleitung und dem Kollegium zusammen (Institutionalisierung). Im Hinblick auf bestehende Prozesse und Akteure bietet die Schulentwicklungsgruppe einen Raum zur Vernetzung, Strukturierung und Organisation. Dadurch werden verschiedene schulische Entwicklungen aufeinander abgestimmt und Synergieeffekte möglich. Die SEG begleitet und unterstützt bestehende Projekte und Entwicklungen. Sie kann und sollte von Akteuren entsprechend als Planungs- und Vernetzungsforum wahrgenommen werden.

Die regelmäßige Zielüberprüfung der Schulentwicklungsprojekte und -prozesse ist Bestandteil der Schulentwicklung. Für die von der SEG wahrzunehmenden Aufgaben ist ein wechselseitiger Informationsfluss zwischen Schulentwicklungsgruppe, Schulleitung, Lehrerkollegium, Schüler- und Elternschaft unerlässlich.

Das Lehrerkollegium wird regelmäßig in Konferenzen oder Pädagogischen Tagen an der Schulentwicklungsplanung beteiligt. Seit 2018 findet mindestens einmal jährlich ein von der Schulleitung initiierter „Runder Tisch“ zu Fragen der Schulentwicklung mit interessierten Vertreterinnen und Vertretern aus Kollegium, Eltern- und Schülerschaft statt, der die Beteiligung aller Gruppen sicherstellt und Impulse für die Schulentwicklung liefert.

4.1       Schulentwicklungsplanung

Im Rahmen einer Zukunftswerkstatt ermittelte das Kollegium im September 2016 Schwerpunkte für die Schulentwicklung der folgenden drei bis vier Jahre. Die Beteiligung von Eltern- und Schülerschaft erfolgte über die entsprechenden Mitbestimmungsgremien.

In den folgenden Jahren wurden viele der Themen bearbeitet, neue Themen kamen hinzu – zum Teil aus schulischer Erforderlichkeit heraus, zum Teil durch Impulse oder Vorgaben von außen (z.B. durch die Umstellung auf G9, die Medienentwicklungsplanung des Schulträgers, aber auch aufgrund der Initiative „Schule gegen sexuelle Gewalt“, angeregt durch die Bez.Reg. Köln im Herbst 2017 und der Leitlinie Bildung für nachhaltige Entwicklung 2019). Die folgende Auflistung gibt einen knappen Überblick über die Schwerpunkte unserer Arbeit seit 2016:

  • Transparente Leistungsbewertung
  • Stärkung der Sozialkompetenz und Stärkung der Identifikation mit der Schule
  • Ausbau der Gesundheitserziehung, u.a. durch zusätzliche Angebote zur Suchtprävention und Sexualerziehung
  • Stärkung der kollegialen Kooperation zur Sicherung der Unterrichtsqualität und im Sinne der Stärkung der Lehrergesundheit
  • Digitales Lernen
  • Classroom-Management
  • Demokratieerziehung
  • MINT-Förderung
  • Berufliche Orientierung
  • Sprachsensibler Fachunterricht

4.2        Schulentwicklungsvorhaben – Planungen für das Schuljahr 2019/20

 

Ziele und Maßnahmen

1

Rückkehr zum 9-jährigen Bildungsgang am Gymnasium (G9)

Überarbeitung der Fachcurricula (Sek.I)

  • Durchführung von voraussichtlich zwei Pädagogischen Tage im Schuljahr 2019/20 zur Überarbeitung der schulinternen Curricula (23.9.19 + 18.3.20)

2

Umsetzung der Schwerpunkte unseres Leitbildes im Schulalltag und der pädagogischen Arbeit

  • Stärkung des Gemeinschaftsgefühls in der Schulgemeinschaft -> Identifikation mit dem SGE: Auswertung der Schülerbefragung vom Juni 2019; Vorbereitung der nächsten Projektwoche und Planung des Schuljubiläums (111 Jahre SGE)
  • Stärkung des gegenseitigen Respekts und wertschätzenden Umgangs -> Soziales Lernen, Schule ohne Rassismus, Siegel „kulturell integriert“, Überarbeitung der Schulordnung
  • Stärkung der Verantwortungsbereitschaft und des Verantwortungsgefühls in der Schulgemeinschaft -> Demokratieerziehung (u.a. Ausschärfung von Formen der Mitbestimmung, wie der Wahl von Jahrgangsstufensprechern (Konzept der SV)), Bildung für nachhaltige Entwicklung, Zertifizierung als FairTrade-Schule
  • Stärkung des gymnasialen Profils (G9)
  • Stärkung der Freude am Lernen; u.a. Planung eines Grünen Klassenzimmers

3

Unterrichtsentwicklung

  • Umsetzung der neuen Kernlehrpläne für die Sek. I
  • Problemorientierung im Fachunterricht (Fachkonferenzen)
  • Sichtung von Konzepten zur Stärkung der Fachkonferenzen
  • Stärkung der kollegialen Kooperation durch freiwillige kollegiale Hospitationen
  • Fachspezifische Bedarfe

4

Individuelle Förderung unter G9

  • Anpassung unserer Konzepte an G9 im Schuljahr 2019/20: EMiL, Tutorium, Förderkurse, Begabtenförderung, Kernfachförderung, Lerncoaching

5

Berufsorientierung: Evaluation und Weiterentwicklung entsprechend der Erlasslage

  • Weiterentwicklung der KAoA-Standardelemente für die Sek I – Konzeptentwicklung (Potenzialanalyse, BFE, Berufswahlpass) 
  • Implementation Standardelemente KAoA für die Sek. II, u.a. Einführung eines Universitätspraktikums in der Q1
  • Weiterentwicklung des BO-Curriculums
  • Einrichtung eines Büros für die Berufliche Orientierung

6

Überarbeitung des Fahrtenkonzepts

  • Anpassung des Fahrtenkonzepts an das neue Leitbild
  • Diskussion eines Entwurfs der Arbeitsgruppe in den Gremien

7

Gesundheitserziehung

  • Weiterentwicklung des Gesundheitskonzepts unter Berücksichtigung der neuen Stundentafel (Stundenanteile Biologie): Vorbereitung der Teilintegration von Aktionstagen in den Fachunterricht (insb. Suchtprävention und Schutz vor sexuellem Missbrauch)

8

Digitale Bildung

  • Intensivierung der Nutzung von interaktiven Tafeln und
  • Einsatz von OneNote als interaktivem Lernarrangement; die technischen Voraussetzungen müssen seitens des Schulträgers erbracht werden (Anschluss an schnelles und verlässliches Internet)

9

MINT

  • Systematisierung der Mädchenförderung
  • Ausbau der Vernetzung mit lokalen/regionalen Partnern
  • Stärkung der MINT-Förderung in der Berufsorientierung, u.a. Kooperation mit der Landfabrik in Windeck-Schladern im Aufbau
  • Fortgesetzte Teilnahme am Modellvorhaben Informatik in der Erprobungsstufe